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Bei Geräten, zu denen der Server die Verbindung aufbaut, landet bei der IT-Abteilung ein Antrag: „Bitte eingehende Ports zu vierzehn Geräten auf dem Hof freigeben, Adressliste anbei.“ Der Netzwerkadministrator liest ihn einmal, antwortet „nein“ und hat recht. Ein von außen erreichbares Gerät an einem Pfosten am Tor ist genau das Element der Infrastruktur, über das später Berichte nach Sicherheitsvorfällen geschrieben werden. In TraxSystem entsteht ein solcher Antrag nicht, weil die Kommunikation in die andere Richtung läuft.
Geräte hinter NAT: Was sich im Netzwerk ändert
Die Controller von TraxSystem und das SMS-Gateway können hinter NAT stehen, in einem eigenen Subnetz, ohne öffentliche Adressen. Der gesamte Verkehr besteht aus ausgehenden Verbindungen zu einem einzigen Server, die Netzwerkkonfiguration braucht also weder Weiterleitungen noch eine Portzuordnung: eine Regel statt vierzehn Ausnahmen.
Ob ein Gerät lebt, beurteilt das System anhand der regelmäßigen Meldungen, ohne Ping. Industriecontroller reagieren oft nicht auf Ping, und eine Meldung, die nicht mehr eintrifft, ist eindeutig: Das System löst einen Alarm aus, bevor das Personal am Tor den Ausfall bemerkt.
Die Firmware der Geräte wird aus der Ferne über den Server aktualisiert. Eine Änderung der Netzwerkeinstellungen eines Controllers erfolgt in zwei Schritten: Das Gerät probiert die neuen Einstellungen aus und kehrt von selbst zu den alten zurück, wenn es sich nicht innerhalb weniger Minuten verbinden kann. Ein Tippfehler in der Gateway-Adresse legt den Controller am Pfosten nicht lahm und endet nicht mit einem Einsatz mit der Leiter.
Verzögerung von Befehlen im Pull-Modell
Im Pull-Modell wartet ein Befehl vom Server, bis das Gerät ihn abholt. Bei einem Abfragezyklus von etwa einer Sekunde bemerkt ein Mensch vor der Schranke diesen Unterschied nicht. Den Öffnungsimpuls holt der Controller allerdings ohne Empfangsbestätigung ab, und das System wiederholt ihn nicht, denn ein verspätet wiederholter Impuls würde den sich senkenden Schrankenbaum treffen. Jeder Befehl bleibt mit Person und Quelle im Log, sodass eine Schranke, die den Befehl nicht erhalten hat, im System nicht so aussieht wie eine, die ihn bekommen hat.
Was Geräte ohne Verbindung zum Server tun
Ein Verbindungsausfall zum Server wiegt für jedes Gerät anders. Der Schrankencontroller hat keine eigene Zutrittslogik, ohne Server bedient der Sicherheitsdienst das Tor also von Hand. Die Durchgänge der Zutrittskontrolle arbeiten mit der im Gerät gespeicherten Kartenliste weiter, die auf Datumsbereiche begrenzt ist, puffern die Ereignisse und senden sie nach, sobald die Verbindung zurück ist. Das Relaismodul lässt sich so konfigurieren, dass es nach dem Verlust des Servers im Notbetrieb alle Ausgänge schaltet, zum Beispiel die Schranken öffnet, statt sie geschlossen zu lassen.
Eine Übersicht der Geräte steht auf der Seite Geräte am Tor und an den Durchgängen, und welchen Platz der Server in der Infrastruktur einnimmt, beschreibt die Seite Architektur und Betriebsmodelle.
Siehe auch: Müssen bei der Einführung Schranken und Kameras ersetzt werden? · Edge-ANPR oder Cloud-ANPR: Worin liegt der Unterschied?