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Zufahrtskontrolle für das Werksgelände

TraxSystem ist ein Zufahrtskontrollsystem für das Werksgelände: Es begleitet jeden Aufenthalt eines Fahrzeugs von der Ankündigung bis zur Ausfahrt und zeigt jederzeit, wer gerade auf dem Gelände ist, wozu er gekommen ist und wie lange er schon hier steht. Genau diese drei Dinge werden bei jeder Kontrolle, jedem Schaden und jedem Streit mit einem Spediteur gefragt.

Auf dieser Seite (8)
  1. Warum das Buch an der Pforte nicht reicht
  2. Zufahrtserfassung am Tor
  3. Aufenthaltsstatus und Kontrolle der Standzeit
  4. Berechtigungen für Erfassung, Schranke und Tore
  5. Zufahrtskontrolle und Steuerung des Fahrzeugverkehrs auf dem Werksgelände
  6. Was die Zufahrtskontrolle nicht tut
  7. Fragen zur Zufahrtskontrolle
  8. Verwandte Seiten

Warum das Buch an der Pforte nicht reicht

Ein Zufahrtsbuch funktioniert gut, bis jemand eine übergreifende Frage stellt. Wie oft war dieser Spediteur im letzten Quartal bei uns? Welches Fahrzeug stand damals an Lager drei? Hatte der Fahrer, der das Tor beschädigt hat, eine gültige Unterweisung? Die Antworten stehen im Buch, man muss sie nur finden, und das dauert einen halben Tag und endet trotzdem mit Unsicherheit.

Das zweite Problem fällt weniger auf: Das Buch sagt nicht, wer noch nicht ausgefahren ist. Ein Fahrzeug, das am Dienstag eingefahren ist und bis Donnerstag steht, fällt niemandem auf, weil jeder nur seine eigene Schicht sieht.

Zufahrtserfassung am Tor

Bildschirm zur Erfassung einer Zufahrt mit Vorschlägen für Fahrer- und Fahrzeugdaten aus der Historie
Bildschirm zur Erfassung einer Zufahrt mit Vorschlägen für Fahrer- und Fahrzeugdaten aus der Historie

Das Pfortenpersonal arbeitet in TraxSystem auf einem einzigen Bildschirm und kommt ohne Maus aus: Enter springt ins nächste Feld, F2 speichert, F4 leert das Formular. Fahrzeug- und Fahrerdaten werden aus der Historie vorgeschlagen, deshalb ist ein wiederkehrender Transport (derselbe Spediteur, derselbe Fahrer, dieselbe Strecke) in zehn bis zwanzig Sekunden erfasst.

Von der Geschwindigkeit der Erfassung hängt ab, ob sich das System im Alltag durchsetzt. Ein System, das die Abfertigung eines Fahrzeugs um eine Minute verlängert, kostet bei dreißig Zufahrten pro Schicht eine halbe Stunde und wird in Spitzenzeiten umgangen.

Welche Felder sichtbar und welche Pflicht sind, wird getrennt eingestellt: anders für eine Rohstofflieferung, anders für einen Servicebesuch, anders für eine Abfallabholung. Dafür ist die Zufahrtsart zuständig, die das Fahrzeug auf seinem ganzen Weg über das Gelände führt. Sie entscheidet über die erforderlichen Dokumentenscans, darüber, ob eine Verwiegung nötig ist, über die Vorbereitungszeit an der Rampe und darüber, was das Lager zu sehen bekommt.

Aufenthaltsstatus und Kontrolle der Standzeit

Jeder Aufenthalt durchläuft nacheinander die Status avisiert, unbestätigt, anwesend und abgeschlossen. Die Übergänge erfolgen von Hand oder automatisch, sobald am Tor das Kennzeichen erkannt wird.

Zufahrtsprotokoll mit Standzeit und Status jedes Fahrzeugs
Zufahrtsprotokoll mit Standzeit und Status jedes Fahrzeugs

Die Standzeit wird automatisch gezählt. Wird der eingestellte Schwellenwert überschritten, schließt das System den Aufenthalt ab und verlangt eine Begründung. So bleibt ein im Protokoll vergessenes Fahrzeug dort nicht für immer stehen, und Überschreitungen hinterlassen eine Spur, die im Gespräch mit dem Spediteur nützlich ist.

Bei Ein- und Ausfahrt hängt TraxSystem dem Aufenthalt Fotos der Torkameras an, auch die der Kameras für die Kennzeichenerkennung. Kommt es zum Streit über die Einfahrtszeit, den Auflieger oder einen Schaden am Fahrzeug, liegt das Foto im Protokoll neben den Aufenthaltsdaten; wie lange es aufbewahrt wird, legt man in der Datenaufbewahrung fest.

Liste der Fahrzeuge auf dem Gelände mit Besuchszweck und Zeit seit der Einfahrt
Liste der Fahrzeuge auf dem Gelände mit Besuchszweck und Zeit seit der Einfahrt

Berechtigungen für Erfassung, Schranke und Tore

In TraxSystem sind Zufahrt erfassen, Schranke öffnen und Zugriff auf alle Tore drei getrennte Berechtigungen. Eine Person an der Pforte kann also Zufahrten erfassen, ohne die Schranke öffnen zu können, und wer an einem Tor arbeitet, sieht den Verkehr an den anderen nicht. Für das Stornieren gibt es eigene Berechtigungen für angekündigte, anwesende und abgeschlossene Fahrzeuge.

Diese Aufteilung ist überall dort wichtig, wo eine externe Firma das Tor besetzt. In Logistikparks, in denen ein Mieter seinen eigenen Verkehr in derselben Systeminstanz abwickelt, ist sie unverzichtbar.

Zufahrtskontrolle und Steuerung des Fahrzeugverkehrs auf dem Werksgelände

Das Zufahrtskontrollsystem ist das erste Glied in der Steuerung des Fahrzeugverkehrs auf dem Werksgelände. Das Protokoll am Tor sagt, wer wann eingefahren ist. Die Lieferavisierung ergänzt, wann und an welche Rampe das Fahrzeug kommen sollte, und der Werksverkehr zeigt, wo das Fahrzeug steht und wie schnell es auf dem Gelände fährt. Zusammen ergeben sie den Umfang, den man in der Logistik ein Yard-Management-System (YMS) nennt.

Der Bildschirm an der Pforte, die Besucherkarten und die Schlüsselverwaltung bilden wiederum die elektronische Pforte, in der Wachpersonal und Empfang mit demselben Protokoll arbeiten.

Was die Zufahrtskontrolle nicht tut

Die Zufahrtskontrolle plant keine Lieferpläne: Zeitfenster und Rampen gehören zur Lieferavisierung, und im Protokoll entsteht nur die Zufahrt selbst. Sie rechnet auch keine Verwiegung ab: Sie verknüpft Wiegescheine, aber das Gewicht verarbeitet das Modul Fahrzeugwaage.

Das Zufahrtsprotokoll ersetzt keine Zutrittskontrolle für Personen. Es sind zwei unabhängige Protokolle, auch bei den Berechtigungen, denn ein Fahrzeug auf dem Gelände und ein Mensch auf dem Gelände sind getrennte Fragen und getrennte Daten.

TraxSystem hält ein Fahrzeug mit Zufahrtsverbot nicht automatisch auf. Das Verbot erscheint beim Pfortenpersonal als Warnung, und die Entscheidung trifft ein Mensch, denn eine Automatik würde einen Rettungswagen aufhalten und einen Tippfehler im Kennzeichen bestrafen.

Wird ein Fahrzeug von Hand auf „anwesend“ gesetzt, entfällt die Prüfung von Berechtigungen und Gültigkeit der Unterweisung. Das ist eine bewusste Umgehung für Ausnahmesituationen; sie wird im Audit-Protokoll festgehalten, damit man sie später wiederfindet.

Fragen zur Zufahrtskontrolle

Braucht ein Zufahrtskontrollsystem Kameras und Schranken?

Nein. Ohne Hardware erfasst das Pfortenpersonal Zufahrten von Hand, und alle Protokolle, Berichte und die Standzeit funktionieren genauso. Die Hardware bringt die Automatik: Kennzeichenerkennung und Toröffnung ohne menschliches Zutun.

Wie lange dauert die Erfassung eines Fahrzeugs?

Ein wiederkehrender Transport ist in zehn bis zwanzig Sekunden erfasst, weil die Daten aus der Historie vorgeschlagen werden und das Pfortenpersonal sie per Tastatur bestätigt. Ein neuer Spediteur mit neuem Fahrer bedeutet das vollständige Formular.

Kann man mit einem Tor anfangen?

Ja, so fängt es meist an, und weitere Tore kommen später dazu. Eine Erweiterung des Umfangs erfordert eine neu generierte Lizenz, deshalb sollte das nächste Tor rechtzeitig im Einführungsplan stehen.

Wer sieht die Fahrerdaten?

Nur Personen mit dem entsprechenden Sichtbarkeitsbereich. Der Bereich hat zwei Dimensionen (Zielobjekte und Zufahrtsarten) und gilt auch in Berichten und im Export nach Excel. Mehr über Berechtigungen und personenbezogene Daten.

Verwandte Seiten

Zum Weiterlesen: Wie viele Personen sind auf dem Gelände? · Zufahrtserfassung ohne Maus · Standzeiten von Fahrzeugen auf dem Gelände kontrollieren · Zufahrtskontrolle im Produktionswerk: Womit anfangen?

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