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Glossar

Begriffe aus Zufahrtskontrolle, Lieferavisierung und Zutrittskontrolle, die bei Auswahl und Einführung eines Systems für Tor, Rampe und Pforte fallen: von Avis und Zeitfenster über ANPR, Zeiterfassung und Offline-Karte bis zu UIC-Nummer und Datenaufbewahrung. Bei vielen Einträgen steht auch ein Satz dazu, wie der Begriff in TraxSystem umgesetzt ist.

Auf dieser Seite (7)
  1. Fahrzeugverkehr
  2. Avisierung und Rampen
  3. Zutrittskontrolle, Karten und Fremdfirmen
  4. Arbeitsschutz und Objektschutz
  5. Waage und Dokumente
  6. Bahnverkehr
  7. Technik und Recht

Fahrzeugverkehr

Zufahrt ist im Zufahrtskontrollsystem der Datensatz über den Aufenthalt eines Fahrzeugs auf dem Gelände, vom Einlass bis zur Ausfahrt. Er enthält Fahrzeug, Fahrer, Spediteur, Besuchszweck und Zeiten. Nicht zu verwechseln mit dem Avis, das nur die Ankündigung der Ankunft ist.

Zufahrtsart bezeichnet den Zweck, zu dem ein Fahrzeug kommt, zum Beispiel Rohstofflieferung, Servicebesuch oder Abfallabholung. In TraxSystem steuert die Zufahrtsart den gesamten Weg des Fahrzeugs über das Gelände: welche Felder Pflicht sind, ob eine Verwiegung nötig ist, wie viele Dokumentenscans verlangt werden und wie lange das Fahrzeug die Rampe belegt. Sie ist der wichtigste Konfigurationsbegriff im ganzen System.

Standzeit ist die Zeit, die ein Fahrzeug auf dem Gelände verbringt, gezählt von der Einfahrt bis zur Ausfahrt. Wird ein festgelegter Schwellenwert überschritten, schließt TraxSystem den Aufenthalt automatisch ab, mit Angabe des Grundes.

Tor mit getrennter Ein- und Ausfahrt ist ein Tor, das den Verkehr jeweils nur in eine Richtung abwickelt, getrennt für Einfahrt und Ausfahrt. In TraxSystem funktioniert nur an einem solchen Tor die automatische Öffnung aufgrund einer Zufahrtsregel; ein Tor mit Verkehr in beide Richtungen verlangt immer eine Entscheidung des Pfortenpersonals.

ANPR, manchmal auch LPR, ist die automatische Kennzeichenerkennung im Kamerabild. Bei der Erkennung am Edge liest ein Gerät am Tor das Kennzeichen, ohne Server und ohne externen Dienst.

YMS, also Yard-Management-System, ist Software für den Fahrzeugverkehr auf dem Werksgelände: von Avisierung und Zufahrtskontrolle über die Rampenzuweisung bis zur Ausfahrt. Sie führt weder das Lager noch den Transport unterwegs. TraxSystem deckt den Umfang eines YMS ab und ergänzt ihn um die Zutrittskontrolle für Personen, die Waage und den Gleisanschluss; das beschreibt die Seite Yard-Management-System.

Avisierung und Rampen

Avis ist die Ankündigung der Ankunft eines Fahrzeugs: wann es kommt, wozu und an welche Rampe. In TraxSystem entsteht die Zufahrt aus dem Avis erst am Tor, und ein Avis, zu dem kein Fahrzeug gekommen ist, schließt das System nach einer festgelegten Zeit als verwaist.

Zeitfenster ist der Zeitraum, für den ein Spediteur eine Rampe bucht. Seine Länge ergibt sich aus der Zufahrtsart, denn das Entladen eines Tankwagens dauert anders als das Abholen von Paletten.

Vor- und Nachbereitungszeit sind die Zeiträume vor und nach dem Zeitfenster, in denen der Rampenplatz belegt ist, obwohl kein Fahrzeug davorsteht. Ohne sie verspricht der Kalender mehr, als der Standort abfertigen kann.

Spediteursportal ist eine eigene Anwendung für das Transportunternehmen, mit eigenen Konten. Der Spediteur sieht darin freie Termine und seine Avise, fremde aber nicht, und in das System des Werks gelangt er nicht.

Kiosk ist ein Selbstbedienungsgerät am Tor, an dem der Fahrer in seiner Sprache die Ankunft meldet, Daten eingibt, Dokumente scannt und die Sicherheitsunterweisung absolviert.

Zutrittskontrolle, Karten und Fremdfirmen

Zutrittskontrolle ist die Überwachung der Durchgänge von Personen an Lesern, Drehkreuzen und Türen. In TraxSystem führt sie ein eigenes Protokoll, unabhängig vom Zufahrtsprotokoll der Fahrzeuge, auch bei den Berechtigungen.

Elektronische Pforte heißt, Tor und Empfang im System statt in Büchern zu führen: Zufahrtsprotokoll, Erfassung von Besuchern, Karten und Schlüsseln sowie die Liste der Anwesenden. In TraxSystem verbindet sie das Zufahrtsprotokoll mit dem Modul Zutrittskontrolle; das beschreibt die Seite Elektronische Pforte.

Zutrittsregel ist ein Eintrag, der festlegt, wer wo und wann passieren darf. Sie lässt sich mit einem Zeitplan nach Uhrzeit und einem Datumsbereich einschränken.

Offline-Karte ist eine Karte, die im Speicher des Controllers hinterlegt ist und auch dann funktioniert, wenn die Verbindung zum Server unterbrochen ist. Für sie gilt nur der Datumsbereich; ein Zeitplan nach Uhrzeit greift in diesem Modus nicht.

Punkttyp ist die Einstellung eines Zutrittspunkts, die die Durchgangsrichtung festlegt: Eintritt oder Austritt. Ein Drehkreuz hat zwei Leser, und sie entscheiden, ob eine Buchung als Eintritt oder als Austritt zählt. Das System leitet die Richtung nicht daraus ab, ob die Person bereits auf dem Gelände ist.

PassBack, also die Sperre gegen wiederholten Eintritt, ist eine Sicherung, die verhindert, dass dieselbe Karte zweimal hintereinander in derselben Richtung benutzt wird. Sie verhindert, dass eine Karte über den Zaun weitergereicht wird.

Zeiterfassung ist die Erfassung der Anwesenheitszeiten von Mitarbeitern. In TraxSystem entsteht sie aus denselben Leserbuchungen wie die Zutrittskontrolle und liefert die Anwesenheitszeit, ohne Lohnabrechnung.

Arbeitsliste (auch Subunternehmerliste genannt) ist die Liste der Mitarbeiter einer Fremdfirma, die für die Dauer eines Auftrags auf das Gelände dürfen. Sie enthält die Firma, Anfangs- und Enddatum, das Zielobjekt und die namentliche Aufstellung der Personen, und der Zutritt erlischt mit dem Enddatum, ohne dass jemand von Hand etwas entziehen muss.

Kartenpool für temporäre Mitarbeiter ist der Bestand an Karten, die an Personen aus Arbeitslisten ausgegeben werden, getrennt vom Pool der Besucherkarten geführt. Eine solche Karte trägt eine eigene Berechtigungsrolle, gehört zu jedem Zeitpunkt genau einer Person und geht nach Abschluss der Arbeiten in den Pool zurück.

Kartenzuweisung ist die Reservierung einer Karte aus dem Pool für eine bestimmte Person auf der Arbeitsliste. In TraxSystem erledigt das das Ausweisbüro; eine zugewiesene Karte ist bereits belegt, öffnet aber noch keinen Durchgang.

Kartenausgabe ist die Übergabe der Karte an die Person, der sie zugewiesen wurde; das übernimmt der Empfang. Erst die Ausgabe aktiviert die Karte an den Lesern, und sie wird zusammen mit dem Namen der ausgebenden Person gespeichert.

Arbeitstagelimit ist die Höchstzahl an Tagen, an denen dieselbe Person innerhalb eines eingestellten Prüfzeitraums als temporärer Mitarbeiter arbeiten darf. TraxSystem errechnet es aus den Zeiträumen der Listen, auf denen die Person steht, und lässt nach Überschreiten keine Eintragung in eine weitere Liste zu.

Arbeitsschutz und Objektschutz

Allgemeine Sicherheitsunterweisung ist die Arbeitsschutzunterweisung für Personen, die das Werksgelände betreten, auch für Fahrer. Sie ist nicht dasselbe wie die arbeitsplatzbezogene Unterweisung eines Mitarbeiters.

Evakuierungsliste ist die Aufstellung der Personen, die bei Auslösung des Alarms auf dem Gelände sind, eingefroren als Momentaufnahme zum Abhaken am Sammelplatz. Sie umfasst ausschließlich Personen, die im System erfasst sind.

Kontrollpunkt ist ein Ort auf der Route eines Rundgangs, der mit einem kontaktlosen Tag oder über die Position auf der Karte bestätigt wird. Der Scan mit Zeitstempel belegt den Rundgang.

Wachbuch ist das Protokoll der Einträge des Wachpersonals aus jeder Schicht. In TraxSystem ist es elektronisch und ersetzt das Heft, und jeder Eintrag ist einem Konto und einer Schicht zugeordnet.

Alleinarbeit ist eine Situation, in der ein Mitarbeiter eine Aufgabe allein ausführt und in einem festgelegten Rhythmus den Kontakt bestätigt. Die Meldung bestätigt den Kontakt mit dem Mitarbeiter, seinen Standort prüft sie nicht.

Hausverbot (bei Fahrzeugen: Zufahrtsverbot) ist eine Entscheidung der Leitung, die einer bestimmten Person den Zutritt oder einem bestimmten Fahrzeug die Zufahrt zum Gelände untersagt, eingetragen im Verbotsregister. In TraxSystem schließt ein Verbot die Schranke nicht automatisch: Es zeigt dem Pfortenpersonal eine Warnung.

Stichprobenkontrolle ist die Auswahl von Personen zur Kontrolle mit einer eingestellten Wahrscheinlichkeit, samt Speicherung des Auswahlgrunds. Sie ist nur sinnvoll, wenn niemand die Auswahl beeinflussen kann.

Waage und Dokumente

Zweistufige Verwiegung ist die Verwiegung eines Fahrzeugs bei der Einfahrt und bei der Ausfahrt, bei der sich das Warengewicht aus der Differenz beider Messungen ergibt. Sie ersetzt das manuelle Abziehen der Tara.

Automatische Verwiegung ist eine Verwiegung ohne Bedienpersonal: Das System liest den Wert der Waage aus und verknüpft ihn mit dem erkannten Fahrzeug.

Wiegeschein ist der Datensatz einer Verwiegung, der mit einer bestimmten Zufahrt verknüpft ist und sich exportieren lässt.

Erforderliche Scananzahl ist eine Einstellung der Zufahrtsart, die festlegt, wie viele Dokumentenscans der Fahrer anhängen muss, bevor es weitergeht. Umfasst eine Ankunft mehrere Rampen, gilt der höchste der verlangten Werte.

Bahnverkehr

UIC-Nummer ist die internationale Kennnummer eines Waggons, dieselbe, die in den Frachtpapieren steht.

Wagenliste ist die Liste der Waggons, aus denen ein Zug besteht, mit Inhalt und Gewicht.

Zugbildung ist das Zusammenstellen eines Zugverbands aus Waggons, die auf den Gleisen des Standorts stehen.

Technik und Recht

Sichtbarkeitsbereich ist die Einstellung, die festlegt, welche Daten ein Benutzer sieht: welche Objekte und welche Zufahrtsarten. Er gilt auch in Berichten und im Export. Nicht zu verwechseln mit Berechtigungen, die festlegen, was ein Benutzer tun darf.

Verantwortlicher ist die Stelle, die über Zwecke und Mittel der Verarbeitung personenbezogener Daten entscheidet. Bei TraxSystem ist das das Werk, das das System nutzt.

Auftragsverarbeiter ist die Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet. Bei einer Installation von TraxSystem in der Cloud ist das der Systemanbieter, EROW.

Aufbewahrung ist die Regel, die festlegt, wie lange Daten gespeichert bleiben. Nach Ablauf der Frist werden die Daten gelöscht oder anonymisiert.

Anonymisierung ist das unumkehrbare Ersetzen personenbezogener Daten durch Werte, die keine Identifizierung der Person mehr erlauben.

Zwei-Server-Betrieb ist eine Anordnung, bei der ein zweiter Server die Arbeit übernimmt, wenn der erste ausfällt. Er ist weder eine Datensicherung noch ein Disaster-Recovery-Plan.

Arbeitsplatz ist in der Preisliste von TraxSystem eine gleichzeitig laufende Sitzung, unabhängig davon, wer angemeldet ist. Benutzerkonten kann es beliebig viele geben.


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