Auf dieser Seite (9)
- Zutrittsregeln mit Zeitplan und Datumsbereich
- Karte, Fahrzeug und Besucher: wie über einen Durchgang entschieden wird
- Liste der Anwesenden auf dem Gelände
- Karten für Besucher und Fremdfirmen
- Ersatzkarte für Mitarbeiter, die ihre Karte vergessen haben
- Durchgänge steuern und Controller überwachen
- Was die Zutrittskontrolle nicht leistet
- Häufige Fragen zur Zutrittskontrolle
- Verwandte Seiten
Zutrittsregeln mit Zeitplan und Datumsbereich
An den meisten Standorten lässt sich ein Zutrittsrecht nicht mit einem so einfachen Satz beschreiben wie „Diese Person darf durch diese Tür“. Ein Instandhalter soll in die Schaltanlage dürfen, aber nur während der Arbeitszeit. Ein Nachunternehmer hat Zutritt für die Dauer seines Vertrags und keinen Tag länger. Ein Tankwagenfahrer darf auf die Verladebühne, aber nur an dem Tag, für den er avisiert ist.
Eine Zutrittsregel in TraxSystem berücksichtigt Uhrzeiten und Daten. Der Zeitplan bestimmt die Stunden und Tage, an denen die Regel gilt, der Datumsbereich begrenzt ihre Gültigkeit. Einer einzelnen Person lässt sich außerdem eine Berechtigung für einen bestimmten Zeitraum geben, ohne die Regeln der ganzen Gruppe anzufassen.

Offline-Karten, also Karten, die für den Fall eines Verbindungsabbruchs zum Server im Speicher des Controllers abgelegt sind, gelten nur nach Datumsbereich. Der Zeitplan nach Uhrzeit gilt im Offline-Betrieb nicht. Diese Einschränkung liegt in der Hardware und muss bei der Planung kritischer Punkte berücksichtigt werden.
Karte, Fahrzeug und Besucher: wie über einen Durchgang entschieden wird
TraxSystem entscheidet jeden Durchgang unabhängig auf drei Wegen: Karte, Fahrzeug und Besucher. Jeder Weg hat seine eigene Kaskade von Sperrprüfungen, weil er eine andere Frage stellt: Darf diese Karte hier hinein, hat dieses Fahrzeug eine Zufahrtsfreigabe, ist dieser Besucher angemeldet und von wem?
Die Richtung eines Durchgangs ergibt sich aus dem Typ des Zutrittspunkts, nicht daraus, ob die Person schon auf dem Gelände ist. Ein Drehkreuz hat zwei Leser, und sie bestimmen, ob eine Buchung ein Eintritt oder ein Austritt ist. So bleibt die Anwesenheit auf dem Gelände verlässlich, auch wenn jemand hinter einer anderen Person durchgegangen ist und beim Eintritt nicht gebucht hat.

Die Anti-Passback-Kontrolle, die einen zweiten Eintritt ohne Austritt verhindert, sorgt dafür, dass eine Karte nicht für zwei Personen genutzt wird. Kartennummern vergleicht das System so, dass es dieselbe Nummer erkennt, auch wenn sie in einem System dezimal und im anderen hexadezimal gespeichert ist.
Ein Durchgang an einem Punkt mit Kamera kann im Ereignis ein Foto hinterlassen, bei einer Kamera mit aktivierter Clip-Aufzeichnung auch eine kurze MP4-Aufnahme von 5 bis 60 Sekunden, davon bis zu 30 Sekunden vor dem Durchgang. Der Clip lässt sich an einen Alarm per E-Mail anhängen, sodass der Wachdienst das Material zusammen mit der Benachrichtigung bekommt.
Liste der Anwesenden auf dem Gelände

Die Anwesenheitsliste in TraxSystem umfasst alle registrierten Personen: Mitarbeiter, Besucher, Fremdfirmenmitarbeiter und Fahrer, die an der Rampe stehen. Sie ist die Grundlage für die Evakuierung und das am häufigsten genannte Argument in Gesprächen über eine Einführung, weil sie die persönliche Verantwortung der Standortleitung berührt.
Eine Anwesenheit wird automatisch geschlossen, wenn die maximale Aufenthaltsdauer überschritten ist; die Liste füllt sich also nicht mit Personen, die vor drei Wochen unbemerkt durch die Seitenpforte gegangen sind.
Karten für Besucher und Fremdfirmen
Der Empfang gibt eine Besucherkarte aus einem Pool aus, nach der Rückgabe geht sie wieder in Umlauf. Es gibt drei Kartenpools: für Besucher, für temporäre Mitarbeiter und für Ersatzkarten der eigenen Belegschaft.
Fremdfirmen werden über Einsatzlisten abgewickelt. Die Firma schickt eine namentliche Liste und den Zeitraum, das Ausweisbüro legt daraus eine Einsatzliste an und weist jeder Person eine Karte aus dem eigenen Pool für temporäre Mitarbeiter zu. Die Berechtigungen hängen an der Karte, also bekommt ein Montagetrupp genau die Durchgänge, die der Vertrag vorsieht. Die Karte händigt der Empfang aus, und erst ab diesem Moment öffnet sie Durchgänge; eine Karte, die in der Schublade wartet, lässt also niemanden unter fremdem Namen herein. Den ganzen Ablauf beschreibt die Seite über Fremdfirmenmitarbeiter.
Der Ausgang öffnet immer, auch für eine Person, deren Berechtigung schon abgelaufen ist, denn wer auf dem Gelände ist, muss hinauskommen. Die einzige Ausnahme betrifft eine nicht zurückgegebene Karte bei aktivierter Kartenrückgabe: Ab dem letzten Tag der Arbeiten öffnet die Karte den normalen Ausgang nicht mehr und verweist auf den Rückgabeleser.
Ersatzkarte für Mitarbeiter, die ihre Karte vergessen haben
Sechs Uhr morgens, die Schicht kommt, und ein Mitarbeiter hat seine Karte in der anderen Jacke gelassen. Er nennt am Empfang seinen Namen, der Empfang vergleicht ihn mit dem Foto im Personenstammsatz und gibt ihm eine Ersatzkarte aus dem dritten Pool. Für die eingestellte Dauer (standardmäßig zwölf Stunden) öffnet die Ersatzkarte genau dieselben Durchgänge wie seine eigenen Karten und erfasst die Arbeitszeit genauso wie sie.
Die Stammkarten dieser Person sind in dieser Zeit gesperrt. Die Sperre ist keine Strafe fürs Vergessen: Eine Karte, die der Mitarbeiter nicht bei sich hat, könnte gestohlen worden sein. Hält jemand die gesperrte Karte an einen Leser, bleibt der Durchgang zu, und der Wachdienst sieht das Ereignis mit dem Namen des Karteninhabers und der Anweisung, die Karte einzubehalten. Am nächsten Tag gibt der Mitarbeiter die Ersatzkarte am Empfang ab, und seine Stammkarten funktionieren wieder, ohne manuelle Entsperrung.
Läuft die Ersatzkarte ab, werden die Stammkarten nicht entsperrt. Das geschieht erst mit der Rückgabe, denn bis dahin weiß niemand, wo die eigene Karte des Mitarbeiters ist.
Durchgänge steuern und Controller überwachen

Ein Bediener mit der entsprechenden Berechtigung kann einen Durchgang aus der Ferne öffnen und sieht, was an jedem Punkt passiert.

Die Controller der Durchgänge kommunizieren mit dem TraxSystem-Server über eine REST-Schnittstelle. Die Überwachung zeigt, welches Gerät nicht mehr antwortet, bevor es dem Personal auffällt und bevor jemand um sechs Uhr morgens vor einem verschlossenen Drehkreuz steht.
Was die Zutrittskontrolle nicht leistet
Die Zutrittskontrolle in TraxSystem ersetzt nicht das Zufahrtsprotokoll für Fahrzeuge. Es sind zwei unabhängige Protokolle, auch bei den Berechtigungen getrennt, weil ein Fahrzeug auf dem Gelände und ein Mensch auf dem Gelände zwei verschiedene Fragen sind. Personalverwaltung leistet das Modul ebenfalls nicht: Es ermittelt die Zeit aus den Durchgängen und exportiert sie, berechnet aber weder Löhne noch Urlaub oder Abwesenheiten. Einzelheiten stehen auf der Seite zur Zeiterfassung.
Die Identifizierung beruht auf Karte und Personendaten; das System erkennt Personen nicht biometrisch als Grundlage für den Zutritt. Ohne Controller funktioniert die Zutrittskontrolle nicht. Dann bleiben die Personenstammdaten und Berichte aus manuell eingegebenen Daten, die nützlich sind, aber keinen Durchgang öffnen.
Personen, die ohne Registrierung hereingekommen sind, erfasst das System nicht. Diese Grenze hat jedes kartenbasierte System, und man muss sie kennen, wenn man den Sammelplatz für eine Evakuierung plant.
Häufige Fragen zur Zutrittskontrolle
Müssen Leser und Controller ausgetauscht werden?
Meist nicht. Das System bildet die Hardware ab, die bereits am Standort installiert ist, und kommuniziert mit den Controllern über eine REST-Schnittstelle. Die Liste der unterstützten Hardware zeigt, was ohne Änderungen funktioniert.
Was passiert, wenn die Verbindung zum Server ausfällt?
Der Controller arbeitet mit lokal gespeicherten Karten, begrenzt durch den Datumsbereich. Sobald die Verbindung wieder steht, landen die Ereignisse im Protokoll.
Kann eine Person in verschiedenen Zeiträumen unterschiedliche Berechtigungen haben?
Ja. Eine Regel für eine einzelne Person für einen bestimmten Zeitraum ist ein eigener Mechanismus und erfordert keine Änderung der Gruppenregeln. Ein fehlendes Enddatum wird vorsichtig behandelt, damit eine Berechtigung nicht aus Versehen unbefristet offen bleibt.
Ein Mitarbeiter hat seine Karte vergessen. Muss er wieder nach Hause?
Nein. Der Empfang gibt ihm eine Ersatzkarte, die wie seine eigenen Karten funktioniert. Die Stammkarten sind in dieser Zeit gesperrt und werden automatisch entsperrt, sobald der Mitarbeiter die Ersatzkarte am Empfang zurückgibt.
Kann ein Hallenmieter seine eigenen Durchgänge verwalten?
Ja, und er sieht dann ausschließlich seinen eigenen Verkehr, obwohl er dieselbe Systeminstanz nutzt. Mehr zu diesem Modell auf der Seite Logistikpark mit Mietern.
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