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Das Wachterminal von TraxSystem arbeitet ohne Netzempfang: Die Route des Kontrollgangs wird vorab auf das Gerät geladen, und alles, was während des Rundgangs passiert, wird lokal gespeichert. Sobald wieder Netz da ist, schickt das Terminal die Aufzeichnungen selbst an den Server, in Paketen und ohne Duplikate. Eine Verbindung brauchen nur die Funktionen, die auf Daten in Echtzeit angewiesen sind, also die Torbedienung und die Stichprobenkontrollen.
Zwei Uhr nachts, am äußersten Ende des Lagerplatzes. Das WLAN endet an der Waage, der nächste Kontrollpunkt steht hinter einer Reihe Container, und das Telefon zeigt keinen einzigen Balken. Der Kontrollgang muss trotzdem gemacht werden, und morgen früh wird jemand fragen, ob er vollständig war. An so einem Ort ist eine Anwendung, die eine ständige Verbindung zum Server braucht, kein Arbeitswerkzeug mehr.
Was das Terminal während des Kontrollgangs aufzeichnet
Ein Kontrollpunkt wird über die Position bestätigt: Das Terminal berechnet die Entfernung zum Punkt und speichert sie zusammen mit der Bestätigung, sodass im Protokoll nicht nur „bestätigt“ steht, sondern auch „bestätigt an der Stelle, an der der Punkt steht“. Am Punkt können eine Checkliste, eine Anweisung und ein Pflichtfoto warten. Zwischen den Punkten kann der Wachmann eine Notiz oder ein Foto hinzufügen oder sofort einen Vorfall mit Ereignisort melden, ohne die Route zu unterbrechen. Die GPS-Spur wird während des gesamten Kontrollgangs aufgezeichnet, auch bei ausgeschaltetem Bildschirm, und nur während des Kontrollgangs; außerhalb davon erfasst das Terminal keine Position.
Die Route kann eine Reihenfolge der Punkte vorschreiben oder sie offenlassen. Ein nicht verpflichtender Punkt lässt sich auslassen, aber das Auslassen bleibt in der Aufzeichnung, das Protokoll zeigt den Kontrollgang also so, wie er war.
Wie das Terminal die Daten sendet, wenn wieder Empfang da ist
Auf dem Startbildschirm zeigt das Terminal, wie viele Aufzeichnungen auf den Versand warten und ob der Server erreichbar ist. Sobald das Netz zurück ist, gehen die Daten von selbst hinaus, in Paketen: zuerst der Verlauf, dann jedes Foto einzeln, zuletzt der Abschluss. Bricht die Verbindung mittendrin ab, geht nichts verloren, und ein neuer Versuch erzeugt keine Duplikate, weil jede Aufzeichnung ihre eigene Kennung trägt. Ein unterbrochener Kontrollgang, etwa wegen eines leeren Akkus, wird ab dem gespeicherten Stand fortgesetzt, statt von vorn zu beginnen.
Nach demselben Prinzip arbeiten die übrigen Module des Terminals: Vorfälle, Lagerentnahmen außerhalb der Öffnungszeiten des Lagers, Ausgabe und Rückgabe von Dienstwagen mit Fotodokumentation sowie Erklärungen, die am Ort des Geschehens unterschrieben werden. Die Vorlagen der Erklärungen liegen samt Übersetzungen auf dem Gerät, sodass eine Unterschrift unter einem Text in achtzehn Sprachen auch ohne Empfang entsteht.
Der Wachmann meldet sich am Terminal nicht an. Das Gerät ist einem Posten zugeordnet, und der Name des Diensthabenden kommt aus dem Wachbuch, sodass jede Aufzeichnung einen Autor hat, ohne dass jemand mit Handschuhen Passwörter eintippen muss.
Was das Wachterminal ohne Netz nicht kann
Torbedienung und Stichprobenkontrollen arbeiten mit Echtzeitdaten und brauchen deshalb eine Verbindung zum Server: Kamerabild, gelesenes Kennzeichen und die Liste der ausgewählten Personen haben keine Version von gestern, die irgendetwas wert wäre.
Die zweite Grenze liegt im GPS selbst: Satelliten brauchen freien Himmel, deshalb lässt sich ein Punkt im Keller oder mitten in einer Halle schlechter bestätigen als an einer Außenwand. Das muss man beim Planen der Route berücksichtigen, bevor der erste strittige Kontrollgang passiert.
Siehe auch: Wächterkontrolle: Kontrollpunkte statt Ehrenwort · Vorfallsdokumentation entsteht vor Ort oder gar nicht · Was ist ein Wachbuch?